Symbolbild

Das Fibromyalgie-Syndrom tritt bei ca. 10 % der MCS-Patienten auf.*) Es gibt Hinweise darauf, dass FMS durch Umweltchemikalien zumindest mitverursacht wird. Berichte von Heilungs-erfolgen nach einer Quecksilber-Entgiftungstherapie bestätigen diese Annahme.**) FMS zeichnet sich durch einen generalisierten Schmerz aus, der ausschließlich die Weichteile befällt, ohne feststellbare Veränderungen an Gelenken oder Knochen. Das bedeutet leider auch, dass weder im Labor noch z.B. beim Röntgen diagnostische Hinweise zu finden sind. Betroffene werden daher oft nicht ernst genommen und es dauert lange, bis die richtige Diagnose gestellt ist.***)

Quelle:
*) AMICA „Italienischer MCS-Konsens (2019)“
**) Hill H.U., Huber W., Müller K.E.:“MCS – ein Krankheitsbild der chronischen Multisystemerkrankungen“, Shaker Verlag, Aachen 2010
***) Gesund.de Online-Artikel

Was ist Fibromyalgie (FMS)?

Das auch als generalisierte Tendomyopathie, myofasziales Schmerzsyndrom oder Fibrositis-Syndrom bezeichnete Fibromyalgiesyndrom ist eine chronische, nicht entzündliche Rheuma-Erkrankung ungeklärter Ursache. Verschiedene Theorien vermuten u.a. Autoimmunmechanismen. In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Schmerzverarbeitung im Gehirn verändert ist und eine stärkere Entzündungsreaktion bei Betroffenen besteht.*)

Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) ist eine schwere chronische Erkrankung ohne entzündliche Werte, die mit starken Schmerzen in der Muskulatur und an den Sehnenansätzen einhergeht. FMS bezeichnet man auch als Ganzkörperschmerz. Viele Betroffene berichten immer wieder: „Alles tut weh – und nichts hilft!“ Die nicht sichtbare Erkrankung beginnt schleichend meist in der Lebensmitte. Die Betroffenen klagen über Rückenschmerzen, die sich chronifizieren und von weiteren Symptomen verschiedener Körperstellen begleitet werden. Der Schmerz verändert seine Intensität und breitet sich weiter aus.**)

FMS äußert sich vor allem durch starke Muskelschmerzen am ganzen Körper, die von einer Reihe zusätzlicher Störungen begleitet sind. Hierzu zählen hauptsächlich:*)

  • Müdigkeit
  • Morgensteifigkeit
  • Schlafstörungen
  • Sensibilitätsstörungen
  • Kopfschmerzen

Vegetative Begleitsymptome sind:

  • kalte Hände und Füße
  • starke Schweißneigung
  • Zittern
  • Gleichgewichtsstörungen
  • funktionelle Herz-/ Kreislaufstörungen
  • gastrointestinale Störungen (zum Beispiel ein Reizdarmsyndrom)
  • Blasen- und Mastdarmstörungen

Weitere Begleiterscheinungen der Krankheit können sein: Abgeschlagenheit, Depression, Konzentrations- und Wortfindungsstörungen, chronische Erschöpfung uvm., insgesamt über 100 mögliche Symptome!**)

(Verlinkte) Quellen:
*) Gesund.de Online-Artikel
   |   **) Fibromyalgie-Bayern.de

 

FMS- Diagnosekriterien und -schlüssel

Schmerzen in unterschiedlichen Körperbereichen, die mind. seit 3 Mte. auftreten. Diagnostisch ausschlaggebend waren die bei der klinischen Untersuchung zu lokalisierenden sogenannten schmerzhaften Druckpunkte (die Tenderpoints). Sie liegen im Übergangsbereich von Muskeln und Sehnen im Bereich der Nacken- und Lendenregion, des Schulter- und Beckengürtels sowie an Knie und Ellenbogen. Waren 11 der 18 Tenderpoints druckempfindlich, ist eine Fibromyalgie wahrscheinlich.*)

Laborchemische Untersuchungen sowie bildgebende Verfahren sind i.d.R. unauffällig und dienen nur zum Ausschluss möglicher anderer Erkrankungen. Differentialdiagnostisch kommen u.a. nachstehende Erkrankungen in Frage: *)

  • rheumatischen Erkrankungen
  • CFS (Chronic Fatigue Syndrome)
  • Arzneimittelnebenwirkungen
  • Osteoporose
  • Infektionskrankheiten
  • diverse bösartige Erkrankungen

 

Im Mai 2010 hat die ACR (American college of Rheumatology) neue Kriterien zur FMS-Diagnose herausgegeben. Die bisherigen Kriterien sahen ein positives FMS, wenn ein großflächiger Schmerz vorhanden war und die Tenderpoint-Kriterien erfüllt waren. Die Untersuchung der Tenderpoints wird nicht mehr empfohlen, stattdessen stützt sich die
Diagnosestellung ausschließlich auf die anamnestischen Angaben der Patienten.
FMS wird nach dieser Vorgehensweise in 3 Schritten diagnostiziert. Quelle und weiterführende Informationen hier (verlinkt) auf zentrum-patientenschulung.de

(Verlinkte) Quellen:
*) Gesund.de Online-Artikel
  |  **) drrobart.com

Bislang: erfolgte die Codierung gem. offizieller Krankheitsklassifikation des DIMDI in ICD-10 mit M79.7 innerhalb des Kapitels XIII Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes“.  

Zukünftig: Generationswechsel im ICD -> Im neuen ICD-11 (gültig ab 01.01.2022) findet sich das FMS als eigenständige Kategorie der chronischen Schmerz­er­kran­kungen (ohne den bisherigen Bezug zu Rheuma oder Weichteil­gewebe) unter der Ziffer MG30 „Chronische primäre Schmerz­syndrome“. Durch diese Neu-Katego­ri­sierung können FMS-Betroffene rascher an einen spezia­li­sierten Schmerz­the­ra­peuten überwiesen werden.

(Verlinkte Quelle: DFV FMS Fakten)

FMS wird z.T. unter den „Zentralen Sensitivitätssyndromen“ aufgeführt (Central Nervous System Awareness Syndrome / CSS). Das ist ein Oberbegriff, der u.a. FMS, ME/CFS und MCS einschließt. Es wird angenommen, dass alle diese Zustände eine zentrale Sensibilisierung beinhalten, was bedeutet, dass das zentrale Nervensystem für Reize hyperempfindlich ist. Quelle: DipHealth Onlineportal

 

Hier verlinkt geht es zu einem Fibromyalgie Online-Selbsttest

Zur Vorbereitung eines Arzttermines hilfreiche Unterlagen (jeweils verlinkt):

FMS in den Medien

Fibromyalgie: 5 sichere Anzeichen, dass Sie am Fibromyalgie Syndrom (FMS) erkrankt sind erklärt
Dr. Weigl in diesem YouTube-Video:

Fibromyalgie – Ernährung kann lt. den Ernährungsdocs die Schmerzen lindern.

Zum Krankheitsbild der Fibromyalgie – gehören unerträgliche Schmerzen im ganzen Körper. Hier kann eine Umstellung der Ernährung und Fasten bei der Linderung der Symptome helfen. Vor allem entzündungshemmende Nahrungsmittel sind empfehlenswert. Hier erfahren Sie mehr:

Ergänzende Literatur und hilfreiche Links

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