Hinweise (Datum der letzten Aktualisierung) 

Startphase und Umsetzung (05.01.2026)

Studien-Ergebnisse (05.01.2026)
– A) Studienveröffentlichung von Environmental Sciences Europe
– B) Kurzpräsentationen auf YouTube mit Studien-Highlights, zusätzlichen Informationen und Zitaten
– C) Exklusives Ergänzungsmaterial zur Frage der Unterstützung für duftstoffsensible Menschen

Zusätzliche Informationen/Ergänzungsmaterial (16.01.2026)

Wir danken Frau Professor Dr. Klaschka für die Studienumsetzung und gute Zusammenarbeit!

Startphase und Umsetzung

Duftumfrage
Hintergrundbild ©enginakyurt 123RF Free Images

Internationale Umfrage zum Leidensdruck duftstoffsensibler Menschen
Frühere repräsentative Umfragen haben gezeigt, dass zwischen 20 und 35 % der erwachsenen Bevölkerung beim Kontakt mit Duftstoffen gesundheitliche Beschwerden entwickeln. Immer zahlreichere und stärkere Duftstoff-verwendungen schränken den gesundheitsverträglichen Lebensraum für Betroffene immer mehr ein. Daher wurden im Rahmen einer internationalen Umfrage Daten gesammelt, um die Situation duftstoffsensibler Menschen konkreter zu ermitteln. Die anonyme Online-Umfrage hat den Charakter einer Kohortenstudie und stand ab August 2024 für sechs Monate in fünf Sprachen zur Verfügung. 

Studie in Zusammenarbeit mit Professorin Dr. Ursula Klaschka, Technische Hochschule Ulm (THU), Deutschland
Umsetzung: Anonyme Online-Umfrage (international)
Umfragezeitraum: 23. August 2024 bis 28. Februar 2025
Mindestalter für Umfrage-Teilnahme: 18 Jahre
Zielgruppe: Menschen, die durch Duftstoffbelastungen gesundheitliche Beschwerden erleben.

YouTube-Startvideos:
(inhaltlich identisch, lediglich Titel-Sprachen angepasst)
https://www.youtube.com/watch?v=GyRDfOjDX34
https://www.youtube.com/watch?v=YOcrl09GQxk

Der Link zum Info-Video auf YouTube mit weiterführenden Informationen (inkl. Link zum Fragebogen) wurde per E-Mail und Facebook-Nachrichten international (Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Italien, Norwegen, Niederlande, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich, USA) an Einzelpersonen, Fragrance Free-Koalitionen und relevante Zielgruppen versandt. Die Verteilung mit der Bitte um Weiterverbreitung basierte auf einer entsprechenden Websuche. In Deutschland umfasste dies verschiedene Selbsthilfe- und Patientengruppen sowie Organisationen im Zusammenhang mit

  • Allergien,
  • Asthma,
  • Mastzellaktivierungserkrankung (MCAD),
  • Migräne,
  • Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS),
  • Neurodermitis,
  • Salicylatintoleranz.

Das Projekt und die Teilnahmemöglichkeit wurden in Deutschland auch in einigen Newslettern sowie Printmedien beworben:

Von nichts kommt nichts: Mit kontinuierlichen Bemühungen auch während der Projektphase zum Umfrageerfolg. So wurde ab Januar 2025 das Projekt zusätzlich mit einer Plakatdatei (zum  Aushang in Arztpraxen, Apotheken etc.) unterstützt. Neben der persönlichen Plakatverteilung (z. B. in Rosenheim) wurden in Deutschland auch bundesweit über 80 Arztpraxen angeschrieben, mit der Bitte um einen entsprechenden Aushang. Diese Datei und Anregung wurden auch per Mail an Selbsthilfegruppen versandt, sowohl bundesweit als auch international. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg bildeten auch die internationale Vernetzung und die regelmäßigen Updates zum Umfragestatus, die den wichtigsten Kontaktgruppen in Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Spanien, Großbritannien und den USA  zur Verfügung gestellt wurden. So konnten diese die Thematik in ihren Newslettern wiederholt aufgreifen und ihre Gruppenmitglieder zur Teilnahme motivieren. Die meisten Teilnahmen waren zu Beginn des Projektes sowie in der (noch stärkeren) Endspurtphase zu beobachten.

Studien-Ergebnisse

1-Veröffentlichungshinweis
Hintergrundbild ©enginakyurt 123RF Free Images

Die beeindruckenden Ergebnisse wurden in einem renommierten Wissenschaftsmagazin veröffentlicht und dienen hoffentlich einer besseren Aufklärung. Viele Duftstoffe sind Gefahrstoffe und haben Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt, aber sie sind nicht essentiell für die menschliche Gesundheit, Sicherheit oder das Funktionieren der Gesellschaft. Regelungen zur Duftstofffreiheit für wichtige Bereiche, wie sie teilweise in Kanada und den USA umgesetzt werden, wären eine wichtige Verbesserung. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Duftstoffen würde nicht nur duftstoffsensiblen Personen zugutekommen, sondern auch der Allgemein-bevölkerung und der Umwelt.
-> Die nachstehenden Info-Quellen A) bis C) ergänzen sich gegenseitig.<-

Mitwirkende gesucht: Jetzt geht es darum, die Ergebnisse im Sinne einer besseren Aufklärung aktiv zu nutzen. Wer sich hier mit uns in einem Arbeitskreis engagieren möchte, kann sich gerne bei uns melden unter shg[Symbol einsetzen]mcs-rosenheim.de

A) Studienveröffentlichung von Environmental Sciences Europe (ESEU)

Artikel-Veröffentlichung  

Insgesamt wurde die Umfrage 4902 Mal aufgerufen und 3152 voll-ständige Fragebögen aus 48 Ländern konnten schließlich für die Auswertung herangezogen werden. Ein unverbindliches Vorab-Manuskript mit den Ergebnissen war bereits seit Dezember 2025 online. Die korrigierte Finalversion steht seit 16.01.2026 zur Verfügung. Link zur Veröffentlichung:

Forced isolation by invisible barriers: international survey on the effects of fragrances on the quality of life”.
(Erzwungene Isolation durch unsichtbare Barrieren: Internationale Umfrage zu den  Auswirkungen von Duftstoffen auf die Lebensqualität)

Autoren- und Quellenangabe:
Wagner, H., Klaschka, U. Forced isolation by invisible barriers: international survey on the effects of fragrances on the quality of life. Environ Sci Eur 38, 2 (2026). https://doi.org/10.1186/s12302-025-01259-7
Open Access Lizenz BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Ergänzungsmaterial auf der Website von ESEU

Zusätzlich zum Artikel steht online weiteres Ergänzungsmaterial zur Verfügung (-> Im rechten Navigationsmenü (unter Sections) runterscrollen zu (auch hier verlinkt) Supplementary Information):

  1. Fragebogen für die Online-Umfrage in englischer Sprache
  2. Die vollständigen Länderberichte (überarbeitete Versionen der LimeSurvey-Rohdaten) für die 8 Länder mit mehr als 50 Teilnehmern: Australia, Canada, France, Germany, Italy, Spain, United Kingdom, USA
  3. Bewertung von und Strategien zum Umgang mit Second-Hand-Düften
  4. Verletzende Reaktionen
  5. Erfahrungen mit Regelungen zur Duftstofffreiheit
    (nationale Prävalenz für acht Länder)
  6. Bewertung von Produkten und deren Kennzeichnung
    (nationale Prävalenz für acht Länder)
  7. Unterstützung (nationale Prävalenz für acht Länder)
  8. Deutsch-Übersetzung des Artikels

B) Kurzpräsentationen auf YouTube mit Studien-Highlights, zusätzlichen Informationen und Zitaten

1-Ergebnisse-Allgemeines
Bild©MCS Rosenheim

Die obige Studienpublikation enthält umfassende Informationen, u. a. exklusiv die Hintergrundinformationen zur Studie sowie Schlussfolgerungen. Aber einige Highlights der Studienergebnisse, inklusive ergänzender (nicht anderweitig publizierter) Informationen und Teilnehmer-Zitate, haben wir für Sie auf unserem nicht kommerziellen YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt. Die Themen haben wir in einzelnen Kurzpräsentationen 1 bis 6 gebündelt, mit einer Videodauer von ca. 2 bis max. 10 Minuten.

Video 1) Studiendaten / study data (2 Min.)

Video 2) Allgemeines / General information (7 Min.)

  • Demografische Übersicht, diverse Erfahrungswerte (inkl. Ländervergleich zunehmender Duftstoffbelastungen), Aspekt der Schwerbehinderung, Frage der Unterstützung sowie einige Zitate Betroffener.
  • Link: https://www.youtube.com/watch?v=NKDj_PU-QYc

 Video 3) Gesundheit / Health (8 Min.)

  • Die Rolle der inhalativen Exposition, Symptomvielfalt und Symptomschwere, Dauer der Gesundheitsbeschwerden, chronische Grunderkrankungen, die medizinische Versorgungsproblematik sowie einige Zitate Betroffener.
  • Link: https://www.youtube.com/watch?v=7EUbEnCUNuQ

Video 4) Arbeit / Job (7 Min.)

  • Top 3 der Berufssparten, Berufstätigkeit und Arbeitsunfähigkeit, Gründe für einen Arbeitsplatzwechsel, hohe Quote an Arbeitsplatzverlusten – inkl. Ländervergleich und Begründungen sowie einige Zitate Betroffener.
  • Link: https://www.youtube.com/watch?v=_BTXKh4ldCc

Video 5) Lebensqualität / Quality of life (8 Min.)

Video 6) Sonst. Erfahrungen / Other experiences (10 Min.)

  • Duftstoffe als potenzielle Beschwerdeauslöser, Raumluftbelastungen in Geschäften, Second-Hand-Düfte, Duftstofffreie Produkte, Barrierefreiheit, Japan. Studie, Handlungsempfehlungen der Amerik. Ärztekammer sowie einige Zitate Betroffener.
  • Link: https://www.youtube.com/watch?v=s6NV9kwKLR8

C) Exklusives Ergänzungsmaterial zur Frage der „Unterstützung für duftstoffsensible Menschen“ (Support)

Wir haben die Umfrageteilnehmer gefragt: „Welche Unterstützungs-dienste im Zusammenhang mit Ihrer Duftstoffunverträglichkeit nutzen Sie oder haben Sie genutzt, und wie hilfreich würden Sie diese Informationen oder Unterstützung bewerten?“
Dabei konnten die Teilnehmer Bewertungen abgeben zu

  • aufgelisteten Stellen
  • einer „sonstigen offizielle Stelle“
    (-> zuzüglich separate Texteingabe, welche Stelle)
  • „Sonstige“
    (-> zuzüglich separate Texteingabe, welche Stelle)

Den oben unter A) genannten Materialen können leider die dazugehörigen Unterstützungs-Bewertungen für die Eintragungen unter „sonstige offizielle Stelle“ bzw. „Sonstige“ nicht entnommen werden.

Um diese Informationslücke zu schließen, haben wir ein ergänzendes Dokument für Sie erstellt, das Ihnen ausschließlich hier zur Verfügung steht (deutsch und englisch):

Zusätzliche Informationen/Ergänzungsmaterial

PRESSEINFORMATION (Entwurf – zur regionalen Verwendung):

Erzwungene Isolation durch unsichtbare Barrieren:
Wie die Omnipräsenz von Duftstoffen gesunde Atemluft verdrängt

Viele Nutzer sind sich nicht bewusst, dass zahlreiche Duft-Inhaltsstoffe schädliche Substanzen sind, die verschiedene akute und chronische Gesundheitsauswirkungen verursachen und auch für Umwelt-organismen schädlich sein können. Die persönliche Duftstoff-Verwendung wird als „persönliche Entscheidung“ angesehen, obwohl sie die Luft, die andere atmen, durch eine erhöhte Luftverschmutzung belastet. Unmittelbare Auswirkungen erfahren Menschen mit einer Duftstoffintoleranz. Eine aktuelle Studie verdeutlicht, wie massiv deren Gesundheit und Lebensqualität darunter leidet. Doch womöglich realisieren viele Menschen gar nicht, dass ihre Konzentrationsprobleme o. Ä. mit Duftstoffen in Verbindung stehen, wie dieses Zitat eines Umfrageteilnehmenden zeigt: „Ich war nie in der Lage zu arbeiten. Ich habe erst 16 Jahre später den Grund dafür herausgefunden.“

Hier verlinkt ein Entwurf für eine regionale Presseinformation

In o. g. Studie sind Jugendliche (u.a. aufgrund des Mindestalters) leider unterrepräsentiert. Doch bestätigen z. B. die Ergebnisse einer japanischen Studie, wie sehr auch Jugendliche massiv davon betroffen sind.
 
Duftstofffreie Regelungen an japanischen Schulen gefordert
Eine Japanische Umfrage wertete die Antworten von über 10.000 Eltern zu duftstoffbedingten Gesundheitsbeschwerden bei Kindern aus. Den Ergebnissen zufolge berichteten rund 10 % der Grund- und Mittelschüler von Symptomen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Gelenkschmerzen, die durch den Kontakt mit künstlichen Duftstoffen verursacht wurden. Einschließlich der Vorschulkinder waren 8,3 % aller Kinder betroffen. Und: Die Empfindlichkeit nahm mit dem Alter zu. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Besorgnis über die Duftstoffempfindlichkeit und führen zu erneuten Forderungen nach nationalen Richtlinien für Schulen.

 „Diese Symptome nehmen tendenziell zu, wenn Kinder mehr Zeit in der Schule verbringen. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Lernumgebung für viele Schüler negativ auswirkt“, Professor Ryoichi Terada, Umweltsoziologe im Forschungsteam.

Quelle und weiterführende Informationen: https://www.asahi.com/ajw/articles/15978381?sfnsn=scwspmo

 

Die Amerikanische Ärztekammer

erkennt an, dass bestimmte Umweltbelastungen das Potenzial haben, wichtige Lebensaktivitäten von Menschen mit einer Duftstoff-unverträglichkeit und damit verbundenen Gesundheitsstörungen erheblich einzuschränken. Daher ermutigt sie Gesundheits-einrichtungen, Regierungsbehörden und gemeinnützige Organisationen, Regelungen zur Duftstofffreiheit zu verabschieden und zu fördern und die Verwendung duftstofffreier Produkte zu unterstützen.
Lesen Sie hier (verlinkt) mehr dazu.

Unsere (hier verlinkte) Broschüre „Gesunde Atemluft & mehr Duftstofffreiheit“
bietet Ihnen ergänzende Informationen:

  • Kompaktübersicht zur Duftstoff-Unverträglichkeit
  • Kompaktübersicht zu MCS
  • Experteninterviews:
    – Gefährdende Duftstoffe als unsichtbare Barrieren
    – Plädoyer für mehr Duftstofffreiheit
  • Expertenstimmen zu Duftstoffbelastungen in Gesundheitsbereichen
  • Dr. Schulte-Uebbing et al.: Parfümfreie Praxis – Warum?
  • Barrierefreiheit: Beispielhafte Regelungen zur Duftstofffreiheit (Implementierungshilfen inkl. Muster Praxisaushang)

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier auf unserer Seite

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier auf unserem (nicht kommerziellen) YouTube-Kanal